Trauer um Monty-Python-Legende Terry Jones

Er ritt mit der Kokosnuss und quälte den verwechselten Heiland als störrische Mutter in "Das Leben des Brian": Terry Jones, Autor, Regisseur, Komiker und Mitglied der legendären Comedy-Gruppe Monty Python, ist im Alter von 77 Jahren verstorben. Das teilte das Management des Briten am Mittwoch mit. Jones litt zuletzt an einer Demenzerkrankung, die es ihm unmöglich machte, Interviews zu geben oder gar auf der Bühne zu stehen. Er hinterlässt drei Kinder, zwei erwachsene aus seiner Ehe mit Alison Telfer sowie eine zehnjährige Tochter aus seiner Beziehung zu der Schwedin Anna Söderström.

Seinen beruflichen Durchbruch feierte Terry Jones wie seine Kollegen Graham Chapman, John Cleese, Terry Gilliam, Eric Idle und Michael Palin Ende der 60er-Jahre mit den britischen Comedy-Erneuerern Monty Python. Anarchistisch, intelligent und einfach nur "silly": Mit ihrem "Flying Circus" erfanden die Pythons 1969 eine Comedy-TV-Show, die bis heute als revolutionär und wegweisend für das Genre gilt. Auch die drei Kinoabenteuer der Komikertruppe sind Kult: "Die Ritter der Kokusnuss" (1975), die Religionsfarce "Das Leben des Brian" (1979) sowie die Episodensatire "Der Sinn des Lebens" (1983) - alle gedreht mit kleinstem Budget und mit nachhaltiger Wirkung. In allen drei Fällen nicht nur Darsteller, sondern auch Regisseur: Terry Jones.

Als Regisseur und Autor feierte der gebürtige Waliser mit der Komödie "Erik der Wikinger" (1989) seinen größten Erfolg außerhalb von Monty Python, 2006 begab sich der ehemalige Geschichtsstudent für eine BBC-Dokuserie auf der Spuren der (angeblich unzivilisierten) Barbaren. Danach musste sich Jones völlig vom Fernsehen zurückziehen, nachdem 2015 eine Form der Demenz diagnostiziert worden war. Er habe die Fähigkeit zu kommunizieren völlig verloren, berichtete Michael Palin. Es gehe ihm aber gut, erklärte sein Freund und Python-Kollege zuletzt 2018 bei Instagram, sie hätten im örtlichen Pub im Londoner Stadtteil Hampstead gemeinsam ein Bier getrunken.

Mit Terry Jones trauern die Pythons bereits um ihr zweites Mitglied. 1989 starb Graham Chapman im Alter von 48 Jahren an den Folgen einer Krebserkrankung.